Nicht reden

Manchmal ist es um so vieles leichter, einfach die Augen zuzumachen. So zu tun, als wäre nichts. Als könnte ich, wenn ich es nur genug versuche, mir einreden, dass alles so ist, wie ich es gerade noch ertragen kann. Und nicht noch mehr und noch mehr und noch mehr. Leugnen, leugnen, leugnen. Und sich weiterschleppen, irgendwie.
Manchmal ist nicht reden das einzige, was ich noch tun kann, um mich weiter aufrecht zu halten. Nicht reden, nicht denken, nicht real werden.

Warum wird gerade an diesem Punkt immer von mir verlangt, dass ich rede? Dass ich ausspreche, was ich nicht ertragen kann? Dass ich real werden lasse, was mir so weh tut, dass ich kaum noch atmen kann?

Ich setze nicht viele Grenzen. Ich bin nicht gut zu mir. Ich weiß weder mit meiner Angst noch mit meiner Überforderung anders als mit Selbstschädigung umzugehen. Ich halte ein mehr als  wackliges Gleichgewicht, weil es das beste ist, was ich kann.

Aber es bricht alles zusammen, jedes Mal, wenn ich gezwungen werde, mich jetzt, sofort, mit dem auseinanderzusetzen, was ich sonst so mühsam verdränge. Ohne dass ich es will, ohne dass es mir was bringt. Nur weil es jemand anderes will. Aus tausend guten Gründen oder auch nur aus einem einzigen.

Und wenn ich dann in den Scherben sitze, soll ich weitermachen, immer weitermachen. Für dich, für mich, für uns. Für die Zukunft und weil es nicht anders geht und weil ich auch keine andere Wahl habe.

Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr. Und es tut weh.

Now playing: Eisheilig - Kein Land in Sicht
25.6.11 00:27


| Home |
~
| The Asylum |
~
| Wonderland |
~
| Spare Room |
~
| Eternity |
~
| Morgue |

~

I feel like a child
crying for nothing
yet my heart
is dying for real

~



Gratis bloggen bei
myblog.de