In meinem Kopf

In meinem Kopf halte ich es im Moment nicht besonders gut aus. Eigentlich schon seit einer ganzen Weile. Ich versuche nicht nachzudenken, versuche es zu vermeiden, dass ich immer wieder ins Grübeln komme und schiebe alles weit weit weg. Manchmal gelingt mir das, dann habe ich einen halbwegs erträglichen Tag. Wenn ich es nicht hinbekomme, bin ich ein ätzendes Nervenbündel, das niemand ertragen kann. Das bin ich meistens.

Ich versuche vor der Realität zu fliehen, was jedoch schwerer ist als man zunächst denkt, wenn einem die Realität letztlich immer wieder ins Gesicht tritt. Es ist einfach zu schnell. Alles passiert zu schnell und jeder Tag zieht an mir vorbei, ohne dass ich irgendetwas tun kann, um ihn noch ein kleines bisschen länger festzuhalten und um die Welt da draußen noch ein kleines bisschen länger von mir fernzuhalten. Ich würde gern anhalten und aussteigen. Nur für eine Minute. Um Luft zu holen. Weil ich nicht atmen kann. Oder weil ich zumindest das Gefühl habe, dass es nicht geht.

Ich hasse das.

Nein, in Wahrheit hasse ich mich. Manchmal glaube ich, irgendwann sollte ich mich mit diesem Hass auseinandersetzen. Aber dann denke ich, dass das keine gute Idee ist, denn dann müsste ich mich mit all den Dingen in meinem Kopf auseinandersetzen und da halte ich es im Moment einfach nicht gut aus.

Ich kann das nicht.

Ich wünschte, ich könnte einfach verschwinden.

Now playing: End Of Green - Sick One
18.8.10 06:20


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I feel like a child
crying for nothing
yet my heart
is dying for real

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