Manchmal...

...fühle ich mich wie der dümmste Mensch der Welt.
...kann ich vor Angst und Anspannung die ganze Nacht nicht schlafen.
...kriege ich Heulkrämpfe bei dem Versuch, etwas zum anziehen zu finden.
...überfordert mich jede Kleinigkeit.
...kann ich keinen einzigen klaren Satz formulieren.
...ertrage ich den Blick in den Spiegel nicht.
...scheint mir Schmerz die einzig logische Konsequenz zu sein.
...halte ich mich für zu wertlos um Bedürfnisse zu haben.
...lässt mich allein der Gedanke an den nächsten Tag innerlich sterben.
...versuche ich mir einzureden, ich würde nicht existieren.
...habe ich das Gefühl, das alles verdient zu haben.
...möchte ich aufgeben.

Now playing: Janus - Was uns zerbricht
16.7.10 00:26


Abwärts

Im Moment fühle ich mich ständig den Tränen nahe. Meine Stimmung schwankt so schnell, dass ich selber kaum noch mitkomme. Von traurig zu wütend zu müde zu deprimiert zu rasend zu lethargisch zu ängstlich zu genervt zu erschöpft zu aggressiv zu wasauchimmer. Ich habe das Gefühl, keine Sekunde allein sein zu können, kann es aber gleichzeitig nicht ertragen, wenn jemand bei mir ist. Mein Liebster, der versucht, alles richtig zu machen und der doch nie gewinnen kann, weil einfach alles unerträglich und zu viel ist, schleicht nur noch auf Zehenspitzen durch die Wohnung, um mich nicht wieder explodieren zu lassen. Ich bin ein Miststück.

Ich versuche mich zu überreden, noch ein wenig durchzuhalten, nur noch ein bisschen, bis ich Semesterferien habe. Dann kann ich zusammenbrechen und im Bett liegen und heulen, eine ganze Woche lang oder auch zwei oder drei, völlig egal. Nur noch ein bisschen. Aber es hilft nicht.

Ich krauche meine Bahn, irgendwie, aber ich mag nicht mehr. Ich habe es satt, immer nur 4-5 Stunden zu schlafen, weil irgendein kranker Gedanke in mir davon überzeugt ist, dass ich mir nicht mehr erlauben darf und weil ich ja auch keine Zeit habe, keine Zeit um mehr zu tun als zu lernen und zu lernen und ein bisschen zu weinen und dann weiterzulernen, während mich das Gefühl erdrückt, dass ich immer dümmer werde.

Und ich wünsche mir so sehr, ich könnte alles irgendwie normaler angehen, könnte aufhören zu glauben, meine Daseinsberechtigung wäre untrennbar mit meiner Leistungsfähigkeit verbunden oder wenigstens einen realistischen Maßstab ansetzen, aber ich kann nicht. Und meine Gedanken rasen und ich schrecke nachts mindestens drei Mal auf, weil ich geträumt habe, ich hätte irgendetwas vergessen, etwas wirklich Wichtiges, aber nie fällt mir ein, was es war und ich brauche lange, bis ich wieder einschlafen kann. Gleichzeitig ist meine Konzentrationsfähigkeit gleich null, jeder Gedanke entgleitet mir, verläuft sich, kommt nicht dort an wo er hingehört und ich fühle mich, als würde ich Stunden brauchen, Stunden für alles und nichts.

Manchmal glaube ich dann, dass ich kurz davor bin, alles gegen die Wand zu fahren und es ist mir egal. Manchmal bin ich mir auch nicht mehr sicher, ob es wirklich die Umstände sind, die mich so quälen oder ob ich das in Wahrheit selbst bin, aber letztlich ist mir das auch fast egal. Weil ich mich sowieso wieder auf den Punkt zubewege, an dem alles egal ist, an dem alles sinnlos und nutzlos ist, an dem ich nicht mehr will, dass irgendetwas Sinn ergibt oder wichtig ist, weil ich überhaupt nichts mehr will außer mich in einer Ecke zusammenzurollen um zu weinen.

Es geht abwärts. Immer nur abwärts. Und irgendwie ist mir selbst das egal.

Now playing: Demons & Wizards - Down Where I Am
25.7.10 01:04


Albträume

Ich hasse es so sehr, wenn mich Erinnerungen aus meiner Kindheit bis in meine Träume verfolgen. Irgendwelche Konflikte, Eskalationen oder Konfrontationen, die es entweder mal gegeben hat oder die ich nur befürchtete. Manchmal auch alles durcheinander. Am schlimmsten ist es, wenn sich Elemente aus dem jetzt mit den Elementen von damals in den Wirren eines Traumes vermischen. Wo es doch eigentlich so wichtig ist, beides ganz klar voneinander abzutrennen. Weil das damals vorbei ist, es ist vorbei und darf nie wieder kommen.

Aber wenn ich aus einem Traum wie letzte Nacht aufwache, dann fühle ich mich nicht nur müde und zerschlagen, dann fühle ich mich im jetzt auch wieder genauso hilflos und klein, wie damals jeden Tag.

Now playing: Persephone - The Day You Went Away
26.7.10 15:22


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crying for nothing
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