Am Anfang...

Und so beginnt es erneut. Ganz anonym und in aller Stille.
Mit etwas mehr Zeit und Ruhe gibt es vielleicht sogar etwas Inhalt.

Now Playing: Michelle Darkness - Shine On
14.8.09 02:42


Nicht leicht

Das mit dem Inhalt ist gar nicht so leicht, wenn man jeden, aber auch wirklich jeden, Satz den man schreibt, absolut und vollkommen furchtbar findet. <-- So wie den da.

Habe jetzt versucht, auf einer Seite etwas über mich zu schreiben und bin jetzt am grübeln ob ich es ganz schnell wieder löschen soll, damit keiner etwas merkt. Vielleicht lasse ich es aber auch stehen, weil ich mir ja sonst was Neues ausdenken müsste.

Die andere Seite kommt noch. Aber nicht jetzt gleich. Ich wollte nämlich eigentlich etwas schlafen. Ich bin nämlich nicht schon, sondern immer noch wach -.-" Ich mag es nicht, so verdreht zu schlafen, aber irgendwie passiert es immer wieder. Weil in meinem Kopf so verdammt viel Zeug ist, das mich wachhält. Zu viel. Zu viel. Zu viel.

Now Playing: ASP - Nie Mehr

17.8.09 07:50


Eigentlich möchte ich doch nur geliebt werden.
Aber es gibt irgendetwas an mir, was all die Menschen in meinem Leben daran hindert, das zu tun.
Irgendetwas an mir ist schlecht.

Ich bin schlecht.

19.8.09 19:06


Angst-Mails

Ich hasse es, wenn Freundschaften kaputt gehen. Ich hasse es, wenn es sich bereits über viele kleine Momente und Begebenheiten angekündigt hat, dass es nicht mehr passt, nicht mehr geht, nicht mehr funktioniert. Wenn sich die Enttäuschungen auf beiden Seiten ansammeln, wenn man den anderen schon gar nicht mehr sehen mag und er einen auch nicht und es definitiv auf eine Konfrontation hinausläuft.

Und diese Konfrontation, die ist dann das eigentliche Problem. Denn in der schönen neuen Welt des WWW streitet man nicht mehr von Angesicht von Angesicht. Man schreit sich nicht an und es fließen auch keine Tränen mehr, sodass man zumindest an den Emotionen des Gegenüber ablesen könnte, ob ihm wenigstens noch etwas an einem liegt. Es bleibt nicht mal mehr die Option, wenigstens am Telefon das auf und ab der Stimmen zu vergleichen, die streiten, keifen, giften, zittern, versagen.

Stattdessen schweigt man sich gelegentlich über ICQ an. Stellt fest, dass der andere immer auf "unsichtbar" stellt oder geht, wenn man sich einloggt. Oder man steht bei Myspace plötzlich nicht meht in den Topfriends bzw. man ist ein paar Plätze nach hinten gerutscht, ja sogar hinter XY, der ihm doch eigentlich nie viel bedeutet hat.

Und dann kommen die e-Mails. Die Angst-Mails. Und mit diesen Mails kann sich ein Streit dann über Wochen hinziehen. Nicht mehr spontan und irgendwie reinigend wie ein Gewitter im Sommer sondern taktisch, grausam und langgezogen. In diesen Mails haut man sich dann alles um die Ohren, was einem zum aktuellen Sachverhalt einfallen mag und man gräbt und gräbt, immer tiefer in der Mottenkiste der alten Vergehen. Zieht Dinge hervor, über die man sich irgendwann mal zutiefst geärgert hat, ohne es damals, als es passend war, anzusprechen.
Man watet im Sumpf der gekränkten Egos, macht sich dabei verdammt dreckig und fühlt sich doch selbst als derjenige, der Recht hat und eine Entschuldigung verdient, während alle anderen nur unfaire Argumente aus dem Hut ziehen. Dabei verrennt man sich in Formulierungen, reitet auf diesem und jenem Komma rum, legt jedes Leerzeichen irgendwie bösartig aus und schreibt noch mehr aneinander vorbei, als man vielleicht aneinander vorbei reden würde, denn man sieht sich ja nicht in die Augen.

Und immer wieder sitzt man vor dem Rechner und spürt die Angst im Bauch. Das Zittern, wenn man weiß, dass man gleich die Mails nachschauen muss, die Welle von Furcht die in einem aufsteigt, wenn man sieht, dass man eine ungelesene Mail hat und die tausend Gedanken, die einem durch den Kopf schießen und die sich alle fragen, warum man das Unheil nicht abwenden konnte. Gekreuzte Finger, bitte bitte nicht das Echo, noch nie hat man sich so über Spam gefreut wie in diesem Augenblick. Aber es ist kein Spam, es ist das Echo und man sitzt da und überlegt, ob man die Mail öffnen soll oder lieber doch nicht, schließlich ist der Tag danach meistens ruiniert. Der Betreff mag vielleicht von Zeit zu Zeit Auskunft geben. Ein einfaches "RE:" ist völlig inhaltslos und irgendwie gemein, da hat sich der andere ja einfach aus der Affäre gezogen. "Kein Betreff" ist nie gut, "Kein Betreff" bedeutet "ich bin zu sauer für einen Betreff".
Liest man die Mail schließlich doch, fügt man sich dann in den ewigen Kreislauf, man ist am Boden zerstört, zerrissen, weil einem der Mensch doch eigentlich etwas bedeutet hat, was allerdings nicht heißt, dass man deswegen dieses dumme Gestreite sein lässt und ehrlich ist. Denn irgendwie bleibt einem nicht viel übrig, als Schmerz mit Wut zu bekämpfen, sich in Rage zu reden, schließlich wurde man angegriffen. Und man grübelt, grübelt, grübelt, viel zu lange. Ich glaube, es ist nicht gut, wenn man so lange über einen Streit grübelt, ihn zerdenkt, zerredet. Das macht ihn schlimmer, fieser und hässlicher.

Und vielleicht ist das schlimmste an diesen Mails, dass es so unendlich lange dauert, bis der Streit zu einem Ende kommt. Bis man damit abschließen kann. Denn niemand möchte derjenige sein, der endgültig ist, der das Fazit zieht oder der etwas in Gang setzt, was man wirklich nicht mehr rückgängig machen kann. Lieber tänzelt man noch eine Weile um den anderen herum und beobachtet, was er macht. Hofft, dass einem die Entscheidung abgenommen wird.

Man wartet. Und hat Angst.


Ich habe heute so eine Mail abgeschickt, die wahrscheinlich alles in Gang setzt. Gezwungenermaßen, wegen der räumlichen Entfernung und natürlich weil ich ein Schisser bin.
Irgendwie war es unausweichlich und irgendwie wäre es vielleicht auch vermeidbar gewesen, wenn von Anfang an mehr Ehrlichkeit im Spiel gewesen wäre. Vielleicht hätte man sich auch auf beiden Seiten mehr Mühe geben müssen. Zumindest jetzt ist es unausweichlich.
Was ich jetzt tue? Vermutlich erstmal 2 Wochen die Mails nicht mehr nachschauen. Verschanzungstendenzen, das Übliche halt.

Oh man...


Now Playing: End Of Green - All About Nothing
24.8.09 03:05


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